Im Unterschied zum
Goldschmied stellt der Silberschmied keinen Schmuck, sondern
Geräte
her:
- Schalen
- Schüsseln
- Becher
- Kannen
- Leuchter
- gelegentlich
auch Bestecke.
Material und Arbeitstechnik
Als Ausgangsmaterial dienen der Silberschmiedin
und dem Silberschmied gewaltzte Bleche, Stäbe und Drähte
verschiedenster Dimensionen, und für die Arbeit wird
eine grosse Anzahl von Werkzeugen benötigt – Hämmer
und Schraubstöcke mit Einsätzen für die Formgebung,
Gasbrenner zum Löten und zum Weichglühen, Schleif-und
Poliereinrichungen.
Die Arbeitstechnik, die in diesem Beruf
am häufigsten
angewendet wird, ist das Treiben. Dabei werden flache Platten
mit verschiedenen Hämmern zu Hohlkörpern geformt.
Entweder, indem die mittlere Fläche einer Platte mit
dem Hammer gedehnt, das heisst vertieft wird, oder aber,
indem
die Randpartien gestaucht und somit aufgezogen werden.
Anforderungen und Aufgaben Für
die dreidimensionale Gestaltung der Arbeiten benötigt
der Silberschmied ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen.
Ebenso ist es wichtig, dass er handwerklich geschickt und auch
ausdauernd ist. Und da in diesem Beruf nur selten nach eigenen
Ideen gearbeitet wird, muss er in der Lage sein, Werkstücke
nach vorgegebenen Zeichnungen, Plänen oder Modellen anzufertigen.
Neben dem Herstellen von Geräten ist es eine wichtige
Aufgabe des Silberschmiedes, Reparaturen und Restaurationen
vorzunehmen.
Der Unterschied zwischen den Berufen Goldschmied und Silberschmied
besteht vor allem in den Dimensionen: Da die Geräte
des Silberschmiedes grösseren Ausmasses sind, ist auch
sein Arbeitsplatz grösser, und nicht zuletzt natürlich
ist eine grosszügigere Arbeitsweise möglich. Silberschmiedeateliers
sind selten geworden. Wer den Beruf erlernen will, muss deshalb
bereit sein, ihn ausserhalb seines Wohnortes auszuüben.
René Becker, Silberschmied bei der Meister Silber AG,
Zürich |