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Tipps vor und nach dem Kauf einer Uhr

Vor dem Kauf

Eine Uhr ist ein emotionales Produkt, das in erster Linie gefallen soll und für viele Menschen ein Schmuckstück darstellt. Wer eine Uhr aus diesem Grund kaufen will, weiss meist bereits im Voraus, in welche Richtung es gehen soll. Soll es ein sportlicher Chronograph sein, oder eher eine besonders elegante, flache Uhr, die nicht aufträgt? Die meisten Menschen wissen auch bereits, aus welchem Metall das Gehäuse sein soll. Trotzdem empfiehlt es sich, die Uhr vor dem Kauf anzuprobieren, um vor dem Spiegel zu sehen, ob die Grösse überhaupt zum Handgelenk, und die Farbe des Metalls zum Teint und der Hautfarbe passt. Da eine Uhr lange Zeit Freude bereiten soll, empfiehlt es sich, voreiligen Kaufimpulsen gegenüber zurückhaltend sein. Manchmal tut es gut, neben der Uhr, die man sich in den Kopf gesetzt hat, ein paar andere, in Form und Funktion ähnliche, Modelle anzulegen, um herauszufinden, ob man sich danach noch immer so sicher ist.


Bei der Frage nach Genauigkeit und Zuverlässigkeit hat eine Quarzuhr auf jeden Fall die Nase vorn. Quarzgesteuerte Zeigeruhren lassen sich auch sehr flach herstellen, was besonders elegante Modelle möglich macht. Insbesondere für Damenuhren hat sich der äusserst genaue Quarzantrieb eher durchgesetzt als das mechanische Werk. Uhren von geringen Abmessungen sind damit problemlos herzustellen. Kleine Damenuhren mit mechanischen Werken wirken oft im Verhältnis zum Durchmesser etwas dick. Ausserdem schätzen viele Frauen die Tatsache, dass die Quarzuhr auch noch stimmt, wenn sie eine Woche lang nicht getragen wurde.


Bei den Männern erfreut sich heute eindeutig die mechanische Uhr der grössten Beliebtheit. Die meisten Männer sind vom komplizierten Innenleben so fasziniert, dass sie am liebsten eine Uhr mit durchsichtigem Boden haben, durch den die Mechanik bewundert werden kann. Bei den mechanischen Uhren unterscheidet man zwischen solchen mit automatischem und solchen mit Handaufzug. Erstere sind durch die Schwungmasse etwas dicker. Wenn sie regelmässig getragen respektive einmal täglich aufgezogen werden, gehen sie äusserst genau.


An die Preise muss man sich in der Regel oft gewöhnen. Bei mechanischen Uhren ist neben der Qualität vielfach die Exklusivität ausschlaggebend für den Preis. Oftmals haben Uhren mit ähnlichen Eigenschaften äusserst unterschiedliche Preise. Hier gilt es, sich von einem, wenn nicht zwei Fachleuten beraten zu lassen. Wer die Geduld aufbringt und genügend interessiert ist, findet hilfreiche Informationen zu Uhren und Marken in der Fachpresse und im Internet.


Die Seite, www.horology.com, bietet unzählige Links zu Herstellern und anderen Uhrenseiten.


Die Metalle, aus denen hochwertige Uhren und Bänder gefertigt werden, sind heute ausnahmslos hautfreundlich und antiallergen. Wer sehr empfindliche Haut hat, sollte jedoch zuerst einen Dermatologen konsultieren. Absolut unbedenklich ist das sehr leichte Titan. In Lederbändern enthaltene Gerbstoffe können bei empfindlichen Menschen zu Hautreizungen führen. Hier gilt es, mit Hilfe der Fachperson einen Hersteller zu finden, der dem Problem gebührend Rechnung trägt.

 

Nach dem Kauf

Mechanischen Uhren wird nachgesagt, sie liefen ewig. So findet es jedermann selbstverständlich, dass die Uhr der Grosseltern immer noch einwandfrei geht, wenn man sie aus der Schublade nimmt. Mechanische wie auch Quarzuhren bedürfen jedoch der regelmässigen Pflege und Wartung, sollen sie ein Leben lang und länger ihren Dienst tun.

 

Quzarzuhren nutzen sich zwar kaum ab, doch in der Batterie lauern Gefahren, wenn man die Uhren länger nicht trägt. Bleibt eine Quarzuhr stehen, sollte die leere Batterie umgehend entfernt oder ausgewechselt werden. Leere Batterien können auslaufen und die Uhr irreparabel ruinieren. Mechanische Uhren sollten, wie auch ein Auto, regelmässig zum Service, selbst wenn man ihnen noch nichts anmerkt. Alle fünf Jahre empfiehlt es sich, das Öl der Lager zu ersetzen. Dabei demontiert und reinigt der Uhrmacher oder die Uhrmacherin das ganze Werk und ölt die Lager neu. Auch das modernste Öl verändert seine Eigenschaften mit der Zeit. Es kann dickflüssig werden oder sich bei besonderer Hitze verflüssigen und sich im restlichen Uhrwerk verteilen. Hat das Lageröl nicht mehr seine idealen Eigenschaften, kommt es zu erhöhter Abnutzung der Lager und der Berührungsflächen der Hemmung. Die Kosten für den Service sind davon abhängig, wie kompliziert eine Uhr ist. Je komplizierter, desto teurer die Arbeit daran.

 

Ähnliches wie fürs Öl gilt für die Dichtungen, die das Eindringen von Wasser verhindern. Bildet sich an einem regnerischen Tag oder nach der Dusche Kondenswasser unter dem Glas, ist das ein Alarmzeichen. Dann sollte die Uhr unverzüglich zum Service, um die Dichtungen auswechseln zu lassen. Wer eine wasserdichte Uhr besitzt und beabsichtigt, sie zum Baden anzubehalten, sollte sie jährlich vor der Badesaison zum Überprüfen bringen. Ganz besonders gilt das für Tauchsportler, die sich unter Wasser auf ihre Uhr verlassen können müssen.

 

Extreme Temperaturwechsel wie etwa ein Sprung ins kalte Wasser sollten vermieden werden. Ebenso ist es besser, die Drücker eines Chronographen unter Wasser nicht zu betätigen auch wenn die Uhr wasserdicht ist.

 

Dass es einer Uhr schadet, wenn man sie fallen lässt, dürfte einleuchten. Deshalb empfiehlt es sich, die Uhr nicht im Stehen anzulegen, sondern sitzend über einem Tisch. Auch starke Vibrationen können einer Uhr schaden. Dünne Uhren sind grundsätzlich empfindlicher als dicke.

 


Timm Delfs